Abel Tasman und Golden Bay

In den vergangenen Wochen haben wir nach und nach die neuseeländische Südinsel entdeckt. Der erste Ausflug hat uns im November zur Golden Bay und in den Abel Tasman Nationalpark geführt.

Die Südinsel von oben

Das Abenteuer fing schon am Flughafen von Wellington an. Nach einem Sicherheitsbriefing mussten wir uns Rettungswesten umschnallen und bestiegen das 4-Passagier-Flugzeug. Der Start war ziemlich wacklig, aber nachdem wir über der Cook Strait (der Durchgang im Meer, welcher die Nord- und Südinsel Neuseelands trennt) an Höhe gewonnen hatten, wurde es viel ruhiger und wir konnten bald schon die Marlborough Sounds und später die Golden Bay von oben bewundern. Am Miniflughafen in Takaka warteten dann auch schon Annika und Christian auf uns. Nach einem leckeren Abendessen im berühmten Mussel Inn ging’s in die Nähe von Collingwood zu einem Cottage, unser Zuhause für die nächsten Tage. Der erste Eindruck von der Südinsel? Ziemlich wenige Menschen und ziemlich viele One-Way Brücken!

Cape Farewell und Wharariki Beach

Samstag haben wir die Gegend um den Farewell Spit erkundet, dem Zipfel der im Norden der Südinsel ins Meer ragt. Zuerst gings zum Cape Farewell, dem nördlichsten Punkt der Südinsel. Beeindruckender war aber der nächste Stopp, der Wharariki Beach, ein wunderschöner Strand mit riesigen Sanddünen und Steinformationen direkt am Meer. Dort fanden wir auch ein paar Baby Seerobben, die in einem Felsbecken rumtollten.
Die Gegend wurde übrigens vom Niederländer Abel Tasman entdeckt, der erste europäische Entdecker Neuseelands, der sich allerdings nicht an Land getraut hat, nachdem die Maori einen Haka vorführten.

Abel Tasman Nationalpark

Sonntag fuhren wir weiter zum nördlichen Ende des Abel Tasman Nationalparks, nach Totaranui. Der Abel Tasman Coastal Track, der durch Regenwald und entlang goldener Sandstrände führt, ist einer der 9 Wanderwege, die vom neuseeländischen Department of Conservation (DOC) zum „Great Walk“ ernannt worden sind. Wir haben zwei kurze Abschnitte des Tracks gemacht und sind am ersten Tag von Totaranui aus nach Awaroa gewandert, wo wir in einer Hütte übernachtet haben. Der Weg war hauptsächlich flach und über längere Strecken ging es direkt über den Sandstrand. Kurz vor der Hütte mussten wir noch durch eine Flussmündung waten, die man nur bei Ebbe überqueren kann. Es war unsere erste Übernachtung in einer der DOC Hütten und der Eindruck war sehr positiv. Die Hütte war sehr gut gepflegt und der DOC Ranger sehr freundlich. Der Abend mit Blick auf die Awaroa Mündung war wunderschön und mindestens genauso beeindruckend war der Sternenhimmel in der Nacht.
Am zweiten Tag sind wir erst einmal entlang des Meeres, dann über einen kleinen Hügel, bis zur Onetahuti Bucht gelaufen. Von dort aus wurden wir von einem Wassertaxi abgeholt und zurück nach Totaranui gebracht.

Südinsel, wir kommen wieder!

Nach einer weiteren Nacht in unserem Cottage in der Golden Bay ging es am Dienstag über Nelson und an den Marlborough Sounds vorbei nach Picton und von dort aus mit der Fähre zurück nach Wellington. Obwohl die Gegend angeblich die sonnigste von ganz Neuseeland ist, war’s an dem Tag eher bedeckt. Wir müssen unbedingt bald zurück und Nelson noch mal von seiner sonnigen Seite bewundern.

Eine Antwort auf „Abel Tasman und Golden Bay“

Kommentar verfassen