Im Norden – Cape Reinga und 90 Mile Beach

Ein weiterer Ausflug, den wir von der Bay of Islands aus unternommen haben, hat uns zum Cape Reinga geführt. Das Kap liegt ganz im Norden Neuseelands, ist aber nicht der nördlichste Punkt, der liegt weiter östlich. Wir hatten dort einen tollen Tag und wollen euch die wunderschöne Landschaft nicht vorenthalten. Wir haben eine organisierte Bustour von Paihia aus gemacht und wurden zu unterschiedlichen Orten gekarrt wo wir manchmal coole Sachen gemacht haben.

Geführte Touren mit einem Bus voller anderer Touristen sind normalerweise nicht so unser Ding, aber die Strecke von Paihia bis zum Cape Reinga beträgt über 200km. Somit war diese Tour die mit Abstand einfachste Möglichkeit, ein eigenes Auto mieten hätte etwa das gleiche gekostet. Ziemliches Glück hatten wir mit unserem Busfahrer und Tour-Guide Derek. Er war nett und lustig und konnte uns viel über die Region und die Geschichte des Nordens erzählen. Außerdem war er ein guter Fahrer und hat den normalen Zeitplan etwas geändert. So haben wir die wichtigesten Stationen vor dem Regen am Nachmittag geschafft (Dereks Hobby war offenbar ‚Wetterfrosch‘ – er hat den Regen schon morgens passend vorhergesagt).

Der Kauri und die Düne

Zuerst bekamen wir die riesigen Kauri-Bäume in einem neuseeländischen Regenwald zu sehen. Die Bäume dort sind mehrere hundert Jahre alt, es gibt sogar noch einen über 2000 Jahre alten Kauri. Die Bäume stehen unter Naturschutz da es nicht mehr viele gibt. Für die Maori sind die Bäume heilig, aber als die Europäer kamen, ging es mit den Beständen erstmal bergab. Das Holz ist sehr gut für Schiffe, Häuser und Möbel geeignet.

Den nächsten Stop machten wir direkt am Fuss einer riesigen Sand-Düne. Etwas zur Geschichte des Landes haben wir hier zwar nicht erfahren, aber jeder bekam ein Plastik-Brett wie man es aus dem Schwimmbad kennt in die Hand gedrückt: Sand boarding war angesagt! Wir haben es zum Glück beide geschafft über die Wasser-Fützen am Fuß der Düne hinweg zu flitzen, viele Andere waren nachher komplett nass.

Cape Reinga und die Toten

Am beeindruckensten war die Landschaft ganz im Norden am Cape Reinga. Außerdem kann man von dort sehen, wo der Pazifik und die Tasmansee aufeinander prallen. Die Maori glauben, dass von dem Kap aus die Seelen der Toten wieder zurück in ihr Ursprungsland Havaiki aufbrechen. Wo genau die Maori vor ca 800 Jahren herkamen, weiss man nicht und ob dieser Ort wirklich Havaiki hiess, ist auch nicht sicher. Das Wort könnte auch ‚Unterwelt‘ oder ‚Reich der Toten‘ bedeuten.

90 Mile Beach

Auf dem Rückweg vom Cape Reinga haben wir uns dann die lästigen Straßen mit den ganzen Kurven gespart und sind mit dem Bus den 90-Mile Beach entlang geheizt. Ja, es ist wirklich ein Strand! Nein, er ist nicht 90 Meilen lang, sondern noch nicht mal 90 km. Für einen Strand ist das trotzdem ziemlich lang. Darüber ob der Strand und seine Bewohner es wirklich so gerne mögen, dass er als Autobahn genutzt wird, kann man geteilter Meinung sein. Aber da die Kiwis sonst eher auf ihre Natur achten, wird es vermutlich nicht so schlimm sein.

5 Antworten auf „Im Norden – Cape Reinga und 90 Mile Beach“

  1. Oh ja, da werden ganz viele schöne Erinnerungen wach an unsere Tour damals… 🙂 Es ist wirklich so unglaublich schön und ich beniede euch um die Zeit die ihr habt, um dieses wunderschöne, liebens- und lebenswerte Land intensiv zu erleben & zu genießen… Also habt weiterhin viel Spaß, genießt die Zeit und lasst uns auch weiterhin daran teilhaben. Kia Ora! LG Steini

  2. Sehr schoen euer Bericht mit den beeindruckenden Bildern. Wir freuen uns schon im naechsten Jahr von euren Touren und den entsprechenden Erfahrungen profitieren zu koennen.

    1. Du hast nun wirklich keinen Grund neidisch zu sein 😉
      Sandboarding kannst du übrigens auch super in der Oase Huacachina in Peru machen. Da sind die Dünen sogar noch höher und es gibt kein Wasser am Fuß der Dünen.

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